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Anja in Bremen – Vegesack Freitag, 08.09.2000 ca. 15.30 Uhr Abfahrt bei Helmut in Richtung Bremen. Weil unser Koordinator Sigi die Karte nicht richtig lesen konnte, machten wir eine Extratour ums Atomkraftwerk in Windhausen. Die Crew von Mobil 1 war diesmal Helmut, Christa , Sigi , Michaela und der Leichtmatrose (Anja). Bei Mobil II waren an Bord, Andreas, Norbert und Jochen. Mobil III war mit Herbi, Olla, Mattjes und Eisi besetzt. Der Rest Willi, Gaby, Doris und Gerhard waren in Pensionen untergebracht. Die Besatzung von Mobil II war als erstes angekommen und hatte einen schönen Platz für uns entdeckt. In Vegesack angekommen gings mit der Fähre rüber ans andere Ufer nach Lemwerder, wo wir uns auf einen Parkplatz zu einer Wagenburg zusammen stellten. Abends ging es dann zu Fuß zur Fähre, um wieder rüber zu fahren ins Vegesack-Getümmel. Am nächsten Bierpilz stießen die anderen zu uns. Der Leichtmatrose war krank, oh weh, Kopfschmerzen ohne Ende, da half auch keine Aspirin mehr. Wir hatten den ganzen Bierpilz für uns alleine, trotz daß in Vegesack ja ein Festival stattfinden sollte, mh, aber als die Shanties erst mal sangen und des Webmasters kleine Geige erklang, ruck zuck waren wir nicht mehr alleine. In der nächsten Kneipe ging es weiter, es war echt toll. Auch mit 70 Zwergen in der Birne, die ständig da rum hämmerten, aber Dank Michaelas Paracetamol 500 konnte der Leichtmatrose dann auch noch am Getümmel teilnehmen. Wir lernten dort noch eine dänische Truppe kennen, mit einem tollen Geigenspieler, der es voll drauf hatte. Um ca. 2. 00 Uhr im Regen wollten wir mit der Fähre zurück zu den Wohnmobilen. Da der Leichtmatrose mal wieder des Webmasters Akkordeon in Beschlag hatte, und auf der Fähre dudelte, sprach uns eine Truppe junger Bremer an, woher wir kämen und was wir für tolle Musik machten. Wir erzählten und plötzlich nach ein paar Wortwechseln, erhielten wir eine Einladung zum „Brodegger-Essen“ auf denen ihrer Yacht. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen. Der Webmaster (war breit [anm. Webm.] ) und sin Fru mußte mit Sigi und sin Fru schon schlafen gehen, schade. So gingen Andreas, Mattjes, Norbert, Ulla , Herbi, Jochen, der Leichtmatrose und die Crew vom Yachtschiff eben alleine. Es war so lustig, wir hatten echt Spaß, es war zwar eng, aber total gemütlich auf dem Schiff. Die Gastgeber waren sehr erfreut, einen Shanty-Chor von der Elbe bei sich auf dem Schiff haben zu dürfen. Sie konnten es gar nicht fassen, sie waren beeindruckt von uns. Bis ca. 3.30 Uhr saßen wir gesellig zusammen. Danach wankten alle Shanties und der Leichtmatrose mit Helmuts Akkordeon über die „Hühnerleiter“ in Richtung Wohnmobilparkplatz. Die Crew von Helmuts Mobil schlief schon tief und fest, als der Leichtmatrose kichernd und keuchend durch die knarrende Tür des Mobils stürzte, unter der Last von Helmuts schwergewichtigem Akkordeon. Es war etwas naß geworden aber spielte noch. Diesmal brauchte es dem Moses nicht abgesägt zu werden wie in Amsterdam. Samstag, 09.09.2000 Ca. 9. 00 Uhr aufstehen, oh Moses war so gnädig und ließ die Crew ausschlafen. Beim Gang zum Shanty-Klo entdeckte ein Shantymen die Überreste von „Brodeggern“ vor Andreas seinem Mobil, also war da ein 3.00 Uhr-Gänger von der Yacht am Werke gewesen. Beim Frühstück fiel auf, dass unser Eisi ja noch fehlte. Er war wider mal verloren gegangen. In der Hafenkneipe hatte er mal wieder ein Mädel aufgerissen, dazu auch noch eine Krankenschwester (Claudia) , oh, weh, das hatte Folgen. Irgendwann um 10.00 Uhr bimmelte der Mattjes den Eisi per Handy an, doch der Eisi drückte den falschen Knopf und er war wieder weg. Aber es klappte dann doch noch, aber Eisi wußte nicht so recht wo er wahr, es klang so wie irgendwo in der Nähe von Hannover. Deshalb kam er auch verspätet mit großen Hunger zurück, sein Madel konnte keine Eier backen oder er wollte keine Brötchen spendieren, hi hi hi. Pünktlich trudelte auch Charly Newman ein, um 13.30 Uhr sollte unser Auftritt sein. Auch unser Eisi kam an, hurra, welch ein Empfang am Morgen, er musste erst mal essen, der Ärmste. Danach ging es los zur ersten Bühne, vorher war Treffpunkt beim „Paulaner“. Unterwegs sammelten wir die restlichen Shanties ein, Willi, Gabi, Gerhard und Doris und suchten die Kneipe. Die Dame vom Abholdienst verspätete sich etwas, kam dann aber doch noch. Dafür daß es ein Shanty-Festival sein sollte, war der Besucherstrom sehr minimal. Von den anderen Gruppen sah man hier und dort jemanden. Wir wurden in der Fußgängerzone abgestellt, wo wir 45 Minuten singen sollten. Bevor wir auftraten trafen wir die Gruppe „Forebitters“ aus Dänemark, mit denen hatten wir schon am Vorabend Spaß in der Kneipe. Der Auftritt war schön, es war sogar Publikum da. Der nächste Auftritt sollte an einer anderen Stelle der Fußgängerzone sein, wo nun gar keiner herumrannte, und da blieben wir auch nicht. Also zogen wir in Richtung der anderen Hafenseite, da war die Bühne für den Auftritt um 16.00 Uhr. Es war fast keine Menschenseele dort, es wurde gezeigt wie ein Schiff gebaut wird. Plötzlich und unerwartet grüßt uns eine Truppe und grinst, hurra, es waren die Shanties „Ebbe und Flut“, ehemals „Luv und Lee“. Die Freunde war groß, es sollte eine Überraschung werden, die geglückt war, echt toll. Wir legten zusammen los, mit Wolfgang der auch Akkordeon spielte ging die Post ab. Bis abends um 19.00 Uhr sangen und dudelten wir in der Halle, bis wir rausgeworfen wurden. Aber so schnell geben Seemänner und Seefrauen nicht auf. Die Party ging weiter vor dem nächsten Bierpilz. Es war kein Mensch dort außer den „wilden Shanties“ von Ippinghausen und Bremerhafen. Wir sangen und machten Stimmung in der Bude, das anrückende Publikum bestellte die nächsten Getränkerunden und es füllte sich langsam. Norbert wollte mal testen, wie es wirkt, wenn man mit der Mundharmonika auf dem Bürgersteig sitzt, vor sich den Seenot-Rettungskreuzer für Spenden zur „Rettung Schiffbrüchiger“. Der Leichtmatrose hatte auch Freude daran und gesellte sich mit seinem Eis, Bier und Akkordeon dazu. Da er das Eis nicht so schnell schlabbern konnte, lag es auf dem Bürgersteig. Helmut kam auch noch dazu und die „Shanty-Straßenmusikantentruppe“ war perfekt. Wolfgang dudelte auch noch mit, es war echt Klasse, so nahm das Ende seinen Lauf. Bis es dunkel wurde hatten wir unser Shanty-Repertoire durch, so daß Sigi sich schon den Wabsen anschließen wollte und für Akkordeonfreie Zone appellierte. Die Bremerhafener Shanties begleiteten uns noch bis zum nächsten Bierpilz, einige waren schon heimgefahren mit dem Zug. Alle Bierpilz-Inhaber freuten sich auf uns, weil der Verkauf an Bier plötzlich stieg. Ein 73-jähriger Opa schloß sich der Karavane aus Ippinghausen an, auch mit einer Quetschkomode (squeezebox, engl. idiom [Anm.Webmaster] ) und so waren wir dann zu viert, volles Rohr kamen die Klänge aus den Kästen. Um ca. 2.00 Uhr gab es beim „Grauen Esel“ noch Gulaschsuppe, worauf sich der Leichtmatrose schon den ganzen Tag gefreut hatte. Danach ging es Richtung Fähre, der Leichtmatrose hatte scheinbar zu tief ins Bierglas geguckt, er brauchte jedenfalls den Shanty-Rettungsring, wo er sich dran festhalten konnte. Alle lagen in den Kojen in ihren Mobilen, nur Helmuts Crew veranstaltete noch ein Shanty-Schnarch-Konzert, der Leichtmatrose in den höchsten Tönen, Sigi etwas tiefer und Helmut ganz tief (sach ich doch, der gehört innen Bass [Anm. Webmaster] ). Sonntag. 10.09.2000 Alle schliefen schön aus, sogar der Moses, aber oh weh,
nach dem Aufstehen hämmerten viele
Zwerge im Kopf herum, da hilft nur eine Aspirin plus C (sollte das mal mitm
Riesen probieren, sinn ja genuch da [Anm. Webmaster] ). Nach dem Frühstück
geht’s noch mal zum „Maritimen
Festival“, es war viel mehr los, das Wetter war besser, aber Lust zum Singen
hatten wir nicht mehr. Nach einem lustigen Tanz der Dänen-Truppe fiel ein Flötenspieler
plötzlich um und lag so am Boden, ein anderer Däne schaute fragend in die
Besucherrunde, wer dem armen Kerl denn wohl mal helfen könnte. Da der
Leichtmatrose vom Ippinghäuser Shanty-Chor doch Erste-Hilfe-Kenntnisse besitzt,
hüpft er spontan in seiner Weiblichkeit (hi hi hi [Anm. Webmaster] ) zu dem
Kerle, gibt ihm einen Schmatzer auf die Wange
und hofft, der gute Mann lebt gleich wieder. Aber stattdessen fällt plötzlich
die restliche Truppe von ca. 15 Mann um, sagenhaft, sagenhaft. Damit hatte der
Leichtmatrose nicht gerechnet und schrie: „Doris komm zur Hilfe“. Aber Doris
hatte Angst und so mußten die Kerle wieder so auf die Beine kommen. Das war
echt Klasse, die Einlage.... (hi hi
hi [s.o.] ) Nach einer Fahrbierrunde ging es dann Richtung Heimat dank unseres Kutschers Helmut und Koordinators Sigi. (HOCH lebe der Kutscher un Kornator – Proscht [s.o.] ) PS. Am Freitag Abend nach feucht fröhlicher Runde in der Hafenkneipe fuhren Gabi, Willi , Gerhard und Doris nach Schwanewede in unser Quartier. Irgendwie sah die Straße anders aus wie auf der Hinfahrt. Plötzlich standen wir vor einen großen Tor, es ging nicht weiter, wir waren vor einer Kaserne gelandet. Gabi drehte das Auto und fuhr zurück, aber wo war unsere Pension? Rechts am Staßenrand stand ein Polizeiauto, Gabi sagte:“ ich frage mal den Polizisten nach dem Weg“. Willi sagte: „du fährst weiter“. Und Gabi startet durch! Darauf haben die Polizisten nur gewartet. Nach ein paar Metern mussten wir anhalten. „Fahrzeugkontrolle und Papiere bitte“ forderte der Polizist. Unser Gabi war ganz aufgeregt, war sie doch in 40 Jahren noch kein mal von der Polizei angehalten worden. Aber wo war der Führerschein, im Handschuhfach sollte er liegen. Willi bleib ganz cool und räumte das ganze Fach aus, kein Führerschein zu finden. Dann sagte der Polizist“: na ja, Sie werden wohl einen haben .“ Freundlicherweise begleiteten uns die Polizisten zu unserer Pension. Vor der Pension angekommen, hatte Willi endlich in den Tiefen des Handschuhfaches den Führerschein gefunden. Freudestrahlend hielt er dem Polizisten den Schein vor die Nase. „Sieht doch gut aus, oder“? und deutete auf das uralte Foto in Gabis Führerschein. „ Ja ,toll“ antwortete der Polizist. Wir bedankten uns und die Polizisten fuhren fort. Gabi war immer noch aufgeregt, fand den Parkplatz nicht (wir standen direkt davor) und wollte zwischen 2 Blumenkübeln parken, die ca. 50 cm auseinander standen. Nach diesem Erlebnis konnten wir dann um ca. 3.00 Uhr laut lachend in unsere Betten sinken. Der leichte Webmatrosenmaster Anja (hi hi hi) un sinn Schreiber Doris (hm-m-hi) |
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